Kölner Stadt-Anzeiger vom 11. Januar 2005 zur 8. Kölsch-Karneval-Kunsttriennale

Dürener Nachrichten vom 18. Juni 2003

Dürener Zeitung vom 21. Juni 2003
Dürener Nachrichten vom 18. Juni 2003
Kölnische Rundschau vom 12. Mai 2001
südstadt magazin Ausgabe 5/2001, Mai
Kölnische Rundschau vom 30. Oktober 1997
Kölner Wochenspiegel vom 25. Juni 1997
Pulsschlag Ausgabe 1/93 Rheinische Post vom 28.11.1992


Für ihre Bilder hat die Malerin im Zoo recherchiert - Experimente mit Computer
Fisch in lichtdurchflutetem Gewässer
"Wie kriegt man denn so große Tiere wie Giraffen auf ein Bild", fragten sich die Schulkinder verblüfft, bevor sie des Rätsels Lösung auf einem Gemälde der Künstlerin Gisela Schmitz-Roth bestaunen konnten. Angelika Hensgen schildert die amüsante Szene, die sich im Jahre 1997 bei einer Ausstellung im Insektarium des Zoos abspielte, in ihrem Kinderkrimi "Giraffen unterm Bett". Dass die Schriftstellerin diese Passage zur Eröffnung der Ausstellung "www.de:weite wunder welten" von Gisela Schmitz-Roth bei der VHS im Mülheimer Bezirksrathaus vortrug, machte schon insofern Sinn, als das entsprechende Bild dort zu bewundern war.
"Wie ihr seht, muss man keine ganzen Giraffen malen", beschreibt die Lehrerin im Krimi das "Giraffenbild" der Künstlerin. "Wenn man einzelne Körperteile malt, dann ergänzt der Beobachter das automatisch zu einem Ganzen." So beschaulich bleibt es in der Geschichte natürlich nicht, bald werden einige Kunstwerke geklaut und es stellt sich heraus, dass ein paar Schüler einen illegalen Bilderhandel betreiben. "Damals habe ich im Zoo auch für meine Tierbilder recherchiert", erinnert sich Schmitz-Roth.
Die Ergebnisse ihrer Recherche hat die Künstlerin mit Aquarellfarben, Tusche oder Acryl verarbeitet. Da sind auf den meist hellen Bildern Vögel mit orangefarbenem Gefieder zu sehen, die mit ihren schwarzen Schnäbeln auf den Bilderrahmen einhacken, auch Fische in lichtdurchflutetem Gewässer. Um die Farbspiele und Lichteffekte auf die Leinwand zu bannen, hat sich Schmitz-Roth, die auch den Impressionisten William Turner und den Surrealisten Salvador Dali zu ihren Vorbildern zählt, moderner Techniken bedient: "Ich experimentiere viel mit dem Photoshop des Computers, das kommt meiner kindlichen Neugier entgegen." Nicht zufällig kann man daher den Titel der Ausstellung, die bis zum 1. Juni zu sehen ist, mit "www" abkürzen.

Krefelder Künstlerin stellt ihre Werke im "Rizz im Veedel" aus
Blick-Winkel und die Kunstreihe "Über den Dächern der Südstadt"
Ihre neue Heimat hat Gisela Schmitz-Roth ins Herz geschlossen. "Seit
einem Jahr bin ich hier und kannte am Anfang niemanden", erzählt die aus Krefeld
stammende Künsterlin. "Aber in der Südstadt ist es nicht schwer, Anschluß
zu finden". Aus Begeisterung über ihre Umgebung plant sie eine Reihe von Gemälden
mit dem Titel "Über den Dächern der Südstadt". Das erste Bild dieser Reihe -
es zeigt den Blick aus ihrem Küchenfenster - ist neben einer Vielzahl anderer Werke noch
bis zum 26. November im "Rizz im Veedel" an der Severinstraße 61 zu sehen.
Unter dem Motto "Blick-Winkel" zeigt sie einen Querschnitt ihrer bisherigen Bilder. Thematisch
möchte sie mit ihren Gemälden eine große Bandbreite abdecken. Das
Verhältnis der Menschen untereinander, von Liebe und Leidenschaft bis zur völligen
Frustration sowie Landschaftsbetrachtungen stehen im Mittelpunkt ihres Interesses. "Ich
stelle dabei meinen Blickwinkel dar", erklärt sie. "Wie der Betrachter das Werk wahrnimmt,
hängt von seinem persönlichen Blickwinkel ab". Auch kritische Töne schlägt
die ehemalige Lehrerin für Mathematik und Kunst an. Auf einem ihrer Bilder steht der umgekehrte,
lateinische Spruch "Nicht für das Leben lernen wir, sondern für die Schule."
Zum ersten Mal zeigt sie ihre Arbeiten in Köln und auch für die Gaststätte "Rizz
im Veedel" ist es eine Premiere.
Austellung im Bürgerhaus
Lebensspuren gezeichnet
"Ich gebe Kraft hinein und bekomme Kraft wieder", so erklärt Gisela Schmitz-Roth
ihr Verhältnis zur Kunst. Die Ausstellung "Lebensspuren", die noch bis 30. Juni im
Bürgerhaus Stollwerck zu sehen ist, zeigt die Arbeiten von acht Künstlerinnen.
Alle Frauen sind über 50 Jahre alt. Ein Jahr lang beobachteten und zeichneten sie Tiere
im Zoo.
"Die Tiere haben eine Persönlichkeit, die ich vorher noch nicht wahrgenommen habe",
erklärt Gisela Schmitz-Roth. "Ich konnte irgendwann alle Affen und Elefanten
voneinander unterscheiden." Die 53jährige brachte als Mathematik- und Kunstlehrerin
viele Vorkenntnisse in den Kurs mit. Anfang nächsten Jahres wird sie eine eigene Ausstellung
im Zoo machen und im März eine im Bürgerhaus Stollwerk.
... Neben Tierzeichnungen und Masken zeigt die Ausstellung auch in Ton modellierte Figuren
von Menschen und Tieren und Nachzeichnungen von Picassobildern. ...
Dokumentar- und Kunstausstellungen 1992/1993
Aquarelle von Gisela Schmitz-Roth:
"Ein Blick = Einblick?"
Mehr als einen Blick mußte man schon riskieren, um die verschiedenen Aquarelle
und Zeichnungen der Krefelder Künstlerin Gisela Schmitz-Roth deuten und verstehen
zu können. Ihre Bilder stellen nicht immer Harmonie dar, oftmals nur auf den
ersten Blick. Bereits das Titelbild der Ausstellung - "Geschichten eines Hauses..."
verdeutlichte dies: beim näheren Betrachten der alten Hausfassade und Eingangstür
entdeckte man "die Geschichte des Hauses", nämlich Gesichter und Körper, vielleicht
von Menschen, die in diesem Haus einmal gelebt haben!? - Jedoch nicht nur hintergründige
Bilder wurden gezeigt, sondern auch typische Niederrhein-Landschaften und Seiden-Aquarelle
mit leuchtend bunden Blumensträußen.
Alles in allem eine breite Palette ihres künstlerischen Schaffens zeigte Gisela Schmitz-Roth,
die seit ihrer frühen Kindheit in Krefeld lebt und die Liebe zur Malerei von ihrem
Vater mitbekommen hat. Gleichzeitig aber auch erteilten die Eltern das Vebot, einen
künstlerischen Beruf zu erlernen. Gisela Schmitz-Roth entschied sich für ein
Pädagogik-Studium - und es ist leicht zu verstehen, daß das Fach Kunsterziehung
ein herausragender Schwerpunkt ihres Studiums war. 1968 legte sie das Staatsexamen ab.
Seit 1972 unterrichtet sie in der Grundschule Elfrath. Zur eigenen Weiterbildung belegte
Gisela Schmitz-Roth ab 1977 Zeichen- und Aquarellkurse. Ihr Talent vervollkommnete sie
unter anderem bei Udo Steneberg, der ihre künstlerische Weiterentwicklung noch heute
fördert. Seit 1981 beteiligte sie sich an verschiedenen Ausstellungen. Die Ausstellung
ihrer Werke im Foyer des St. Josefshospital Uerdingen vom 25.11.1992 bis 20.01.1993 war für
die Künstlerin ein voller Erfolg. Bereits am Eröffnungsabend zeigten geladene
Gäste und Besucher ihr großes Interesse an den Werken der Künstlerin.
Gisela Schmitz-Roth stellt in Uerdingen aus
Ein Blick ist nicht genug
Ein Blick genügt sicher nicht, um die Ausstellung "Ein Blick = Einblick?" beurteilen
zu können. Allenfalls macht er deutlich, daß sich weiteres Hinsehen lohnt.
Gisela Schmitz-Roth, Kunstpädagogin in Krefeld, hatte sich ihren Wunsch nach Auseinandersetzung
mit Farbe und Zeichenstift lange bewahren müssen. Elterliche Vorschriften zur
Berufswahl, Ausbildung und Kindererziehung ließen zwangsläufig ihre Begabung
schlummern - bis zum Eintritt in die Krefelder Malschule von Udo Steneberg und Irmela
Rateiczak.
Ihre Bilder zeugen von intensiver Beschäftigung mit verschiedenen Themen und Techniken:
von naturalistisch ausgearbeiteten Details bis zu geometrisch schlichter Strukturierung. Einige
Bilder sind einfach "nur" schön, von einfühlsamer Farbigkeit und ausgewogenem Bilderaufbau,
die dem Betrachter Raum läßt. Andere sind voller versteckter Andeutungen und
surrealistischer Überlagerung.
Als Einblicke in ihre Sicht der Welt, als Aufforderung zum genauen Hinsehen und Verstehen
des Dahinterliegenden bezeichnet die Künstlerin ihre Bilder, die Geschichten
erzählen oder aktuelle Themen aufgreifen. Da gibt es auch bildgewordene Kindheitserinnerungen
an die groben Schuhe und den "erwachsenen" Gang der Großmutter unter dem Titel
"...in jemandes Fußstapfen treten". Alle Bilder sind betitelt und unterstreichen so
die Aufforderung zum Dialog, zum Nachdenken, Nachfühlen und Nachschauen. (Bis 20. Januar
Uerdinger Josefshospital).